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Gemeinde Tapfheim  |  E-Mail: gemeinde@tapfheim.de  |  Online: http://www.tapfheim.de

Tapfheim, 12.04.2017

Keine Großflächenplakattafeln an den Ortsdurchfahrten

Appell der Gemeinde an alle Grundstückseigentümer
Plakatwand
Beispielbild, unbekannter Standort

Die Gemeinde bemüht sich auf verschiedene Weise, unsere Dörfer zu beleben und das Ortsbild zu erhalten bzw. zu verschönern. Der Gemeinderat hat ein Programm zur Wohnbauförderung in den Altortbereichen und ein weiteres Programm zur Förderung von Baumpflanzungen ins Leben gerufen. Seit kurzem gibt es auch das kommunale Förderprogramm für Maßnahmen im Sanierungsgebiet, wodurch Sanierungen von Dach, Fenster, Fassade und Hof, die sich positiv auf das Ortsbild auswirken, mit Mittel aus der staatlichen Städtebauförderung bezuschusst und zusätzliche steuerliche Vorteile erzielt werden können. Viele Bürgerinnen und Bürger sind in diesem Sinne auf ihren Grundstücken tätig und tragen mit viel Engagement dazu bei, unser Ortsbild, das täglich auch von vielen Durchreisenden gesehen wird, in einem positivem Blickwinkel erscheinen zu lassen.

Aktuell gehen wieder irgendwelche Werbefirmen mit Firmensitz irgendwo in Deutschland bei einzelnen Grundstückseigentümern hausieren, die auf privaten Grundstücken großflächige Werbetafeln errichten und entsprechende Verträge abschließen wollen – ohne Interesse an einem attraktiven Ortsbild. Nach Abschluss solcher Verträge werden bei der Gemeinde von diesen Werbefirmen Bauanträge eingereicht. Auch wenn die Gemeinde absolut gegen diese Werbetafeln ist, bleibt ihr und dem Landratsamt meist nichts anderes übrig, als die Anträge zu genehmigen, weil sie baurechtlich zulässig sind. Das heißt im Klartext: Die Gemeinde und auch das Landratsamt können nichts dagegen tun. Es liegt also zu 100 % in der Verantwortung der Grundstückseigentümer, ob solche Tafeln aufgestellt werden oder nicht. Für die Werbefirmen gibt es kaum eine kostengünstigere Form der Werbung. Aber seitens der Gemeinde sind sie vollkommen unerwünscht. Aus diesem Grund sind bereits Gerichtsverfahren geführt worden.

Die Gemeinde wird in Zukunft darüber hinaus alles daran setzen, diejenigen Grundstücke, auf denen solche Plakattafeln errichtet werden, aus sämtlichen Förderverfahren herauszunehmen mit der Folge, dass für ansonsten förderfähige Maßnahmen am Grundstück keine Förderung und auch keine steuerliche Abschreibungsmöglichkeit mehr gegeben ist. Da solche Zuschüsse für sinn- und zweckvolle Maßnahmen an Haus und Hof die Einnahmen aus der Pacht für einen unnützen Schandfleck in der Gemeinde auf lange Jahre leicht aufheben, appelliert die Gemeinde hiermit zum wiederholten Mal, auf derartige geschmacklose Einnahmen im Interesse eines ordentlichen Ortsbildes zu verzichten.

Denken Sie bitte immer daran: Die anderen Grundstückseigentümer haben das gleiche Recht wie Sie, einen derart negativen Beitrag für die Gestaltung unserer Gemeinde zu leisten. Stellen Sie sich vor, in jedem Grundstück entlang der langen Ortsdurchfahrt stehen ein oder auch mal zwei solcher Plakattafeln.


Deshalb bittet die Gemeinde im Interesse eines weiterhin ordentlichen Ortsbildes dringend, von solchen Verträgen Abstand zu nehmen und auf die aus solchen Verträgen zustande kommenden, doch relativ geringen Einnahmen im Interesse der Allgemeinheit zu verzichten. Und bedenken Sie auch, dass Sie sich ansonsten aufgrund der langfristigen Verträge erheblich in der Nutzungsfreiheit für Ihr Grundstück einschränken.

Wir bedanken uns bei allen, die sich im Interesse der Gemeinde und des Ortsbildes gegen die Aufstellung einer Plakattafel auf ihrem Grundstück entscheiden.

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