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Tapfheim, 27.07.2016

Krimiautor Richard Auer lässt Kommissar Morgenstern zwischen Schafskötteln und gehobener Küche ermitteln

Das Altmühltal - eine malerische Landschaft, das träge vor sich hin fließende Flüsschen... Doch das Idyll trügt auf mörderische Art und Weise. Mitten auf dem Pfad, hoch über Eichstätt, liegt der ermordete Schäfer. Und das ausgerechnet kurz vor dem alljährlichen Altmühltaler Lammauftrieb mit politischer Prominenz. Der fünfte Regionalkrimi um Kommissar Morgenstern führt seine Leser nicht nur auf Schafweiden, sondern auch zum fiktiven Gourmettempel „Parzival“, oder in die Dollnsteiner Kirche, wo der ebenfalls fiktive Geistliche einen Monolog über den Guten Hirten und Sodom und Gomorrha hält und seine „Schäfchen“ mit strenger Hand führt.

Richard Auer, Halbtags-Krimiautor und Halbtags-Lokalredakteur beim Eichstätter Kurier mit Wohnort in Eichstätt, weiß sein Altmühltal ins rechte kriminelle Licht zu rücken. Mit drei prägnanten Episoden aus seinem aktuellen Buch „Lammauftrieb“ und interessanten Details seines Schaffens sorgt der Autor für einen amüsanten Abend in der Tapfheimer Bücherei. Das Büchereiteam hatte extra die Räume mit einer kleinen Schafsweide dekoriert und servierte lokale Altmühltaler Bierspezialitäten.

Wie echte regionale Themen die nötige Spannung verpasst bekommen und bestimmte Orte schon Jahre vorher für ein Krimi-Showdown ausgewählt werden, verrät er den gespannt lauschenden Zuhörern. „Im Jahr 2005 interviewte ich für die Zeitung den Grünenpolitiker Jürgen Trittin auf einem Altmühltaler Felsen. Weit und breit kein Bodyguard - nur wir zwei. Da kam mir spontan die Idee, dass da sonst was passieren könne auf so einem steilen Fels…“.

Während er liest oder plaudert, kommen Dinge aus einem großen alten Koffer zum Vorschein, die in seinen Büchern eine Rolle spielen. Unter anderem den Giersch, die „Geißel des Gärtners“. Genüsslich kostet Morgenstern seine Abneigung gegen diese „Geschmacksexplosion“, der exquisiten Gourmetküche beim Besuch im „Parzival“ aus. Oder ist hier nicht eine Prise „Auer“ zu spüren, der gerade in dieser Szene mit seinem Helden zu verschmelzen scheint? Schmunzelnd gibt der Autor zu: „Ja, im Laufe der Jahre haben Morgenstern und ich uns immer mehr angenähert“.

Sympathisch kommen die beiden Kommissare Mike Morgenstern und Peter Hecht rüber. Jeder mit seinen kleinen Macken und Unzulänglichkeiten. Trotz dem jeweiligen Ernst der Lage bei einem Mordfall, bestechen Auers Regionalkrimis durch augenzwinkernden Humor. Weder Handlungen, noch Protagonisten, noch seine Art zu lesen sind übertrieben klamaukig. Aber immer pointiert.

Natürlich wird nichts über den Ausgang der Ermittlungen verraten, aber jede Publikumsfrage dafür ausführlich beantwortet. Auch diejenige nach der kuriosen Vorgeschichte seines geheimnisvollen Koffers. Und für alle Fans seiner Bücher verrät der Schriftsteller: „Im Frühjahr 2017 wird Morgensterns sechster Fall in den Buchhandlungen stehen."

 

Richard Auer - Nachbericht

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