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Tapfheim, 11.05.2016

IG Polder: 1. regionalen Diskussionsforum in Leipheim - Polderpläne der Staatsregierung

Das erste Thema des ersten regionalen Diskussionsforums in Leipheim am 2.5.2016 war das Schadenspotential an der Donau zwischen der Illermündung bei Neu-Ulm und der Lechmündung bei Marxheim. Es wurde informiert, wo und wie groß die möglichen Schäden bei einem extremen Hochwasser an der Donau im betrachteten Abschnitt sein könnten.

 

Erstmals in der gesamten Polderdiskussion wurde nicht mehr vom hundertjährigen Hochwasser, sondern von einem tausendjährigen Extremhochwasser (HQ1000) gesprochen. Dabei wären die Schäden in Wohnbebauung, Industrie, Gewerbe und Infrastruktur speziell in den Ballungsräumen Ulm, Günzburg und Donauwörth jeweils besonders hoch. Die Schäden für die Landwirtschaft und auch die Schäden durch Polder wurden nicht betrachtet.


Beim zweiten Vortrag ging das Wasserwirtschaftsamt auf die Projektziele des Hochwasserschutzes ein. Dabei wurden aber wieder nur die geplanten Polder betrachtet. Mögliche Alternativen wurden wieder nicht beachtet. Erstmals wurde aber ein möglicher Zeitplan vorgestellt. Dabei wurde aufgezeigt, dass nach Planfeststellungsverfahren und Raumordnungsverfahren die Polder bereits in ca. 5 Jahren gebaut werden könnten.


Die Veranstaltung zeigte, wie sehr die Verantwortlichen des Wasserwirtschaftsamtes und der Staatsregierung nach wie vor an den Poldern festhalten und alternative Lösungen zum Hochwasserschutz ignorieren. Mit den Zahlen für ein 1000-jähriges Hochwasser sollen Angst gemacht und die Gegenwehr reduziert werden. Die Diskussionsforen sind nur Ablenkungsmanöver mit dem Versuch, die Polder zu verteidigen und schönzureden. Im Hintergrund werden die Polderpläne mit voller Kraft weiter vorangetrieben.


Gerhard Kaltner
IG "Hochwasserschutz Ja - Polder Nein"

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IG Polder

Link zu den Internetseiten der Interessengemeinschaft "Hochwasserschutz Ja - Polder Nein"