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Gemeinde Tapfheim  |  E-Mail: gemeinde@tapfheim.de  |  Online: http://www.tapfheim.de

Tapfheim, 06.04.2016

Keine Großflächenplakattafeln an den Ortsdurchfahrten

Appell der Gemeinde an alle Grundstückseigentümer entlang den Ortsdurchfahrten.

Die Gemeinde bemüht sich auf verschiedene Weise, die Wohnbereiche entlang den Ortsdurchfahrten zu beleben und das Ortsbild zu erhalten bzw. zu verschönern. Es wurde z.B. ein Programm zur Wohnbauförderung in den Altortbereichen und ein weiteres Programm zur Förderung von Baumpflanzungen durch den Gemeinderat ins Leben gerufen.

 

Seit kurzem ist ebenfalls die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Altort Tapfheim und Bahnhofsumfeld, Altort Donaumünster/Erlingshofen“ im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) veröffentlich worden, über das viele Bürger mit ihren Grundstücken in den Altortbereichen Donaumünster, Erlingshofen und Tapfheim bei der Durchführung von diversen baulichen Maßnahmen an ihren Gebäuden und Grundstücken mit Zuschüssen und/oder auch steuerlichen Vorteilen gefördert werden können. Viele Bürgerinnen und Bürger sind auch selbst in diesem Sinne an ihren Grundstücken tätig und tragen mit viel Engagement dazu bei, unser Ortsbild, das täglich von vielen Durchreisenden gesehen wird, in einem positivem Blickwinkel erscheinen zu lassen.


Aktuell gehen wieder irgendwelche Werbefirmen mit Firmensitz irgendwo in Deutschland bei einzelnen Grundstückseigentümern hausieren, die auf privaten Grundstücken großflächige Werbetafeln errichten möchten und wollen entsprechende Verträge abschließen. Sodann treffen bei der Gemeinde immer wieder Bauanträge von diesen Werbefirmen ein, weil sie mit den Grundstücks-eigentümern entsprechende Verträge abgeschlossen haben. Auch wenn die Gemeinde absolut gegen diese Werbetafeln ist, bleibt ihr und dem Landratsamt meist nichts anderes übrig, als die Anträge zu genehmigen, weil sie baurechtlich zulässig sind. Das heißt im Klartext: Die Gemeinde und auch das Landratsamt können nichts dagegen tun. Es liegt also zu 100 % in der Verantwortung der Grundstückseigentümer, ob solche Tafeln aufgestellt werden oder nicht. Für die Werbefirmen gibt es kaum eine kostengünstigere Form der Werbung. Aber seitens der Gemeinde sind sie vollkommen unerwünscht. Aus diesem Grund sind bereits Gerichtsverfahren geführt worden.


Die Gemeinde wird in Zukunft darüber hinaus alles daran setzten, diejenigen Grundstücke, auf denen solche Plakattafeln errichtet werden, aus dem ISEK-Förder-verfahren herauszunehmen mit der Folge, dass für ansonsten förderfähige Maßnahmen am Grundstück keine Förderung und auch keine steuerliche Abschreibungs-möglichkeit mehr gegeben ist. Da diese Einnahmen für sinn- und zweckvolle Maßnahmen an Haus und Hof die Einnahmen aus der Pacht für einen unnützen Schandfleck in der Gemeinde auf lange Jahre leicht aufheben, appelliert die Gemeinde hiermit zum wiederholten mal, auf derartige geschmacklosen Einnahmen im Interesse eines ordentlichen Ortsbildes zu verzichten. Denken sie bitte immer daran: Die anderen Grundstückseigentümer haben das gleiche Recht wie sie, einen derart negativen Beitrag für die Gestaltung unserer Gemeinde zu leisten. Stellen sie sich vor, in jedem Grundstück entlang der langen Ortsdurchfahrt stehen ein oder auch mal zwei solche Plakattafeln.


Deshalb bittet die Gemeinde im Interesse eines weiterhin ordentlichen Ortsbildes dringend, von solchen Verträgen Abstand zu nehmen und auf die aus solchen Verträgen zustande kommenden, doch relativ geringen Einnahmen im Interesse der Allgemeinheit zu verzichten.


Wir bedanken uns bei allen, die sich im Interesse der Gemeinde und des Ortsbildes gegen die Aufstellung einer Plakattafel auf ihrem Grundstück entscheiden!

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