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Gemeinde Tapfheim  |  E-Mail: gemeinde@tapfheim.de  |  Online: http://www.tapfheim.de

Tapfheim, 22.03.2016

Information und aktueller Sachstand zur B16-Umfahrung Tapfheim

Der Presse war zu entnehmen, dass der Bau der Ortsumfahrung Tapfheim weiter im „Vordringlichen Bedarf“ des in der letzten Wochen bekannt gegebenen Bundesverkehrswegeplans 2030 steht, was der höchstmöglichen Dringlichkeitseinstufung für die Kategorie „Bundesstraßen“ entspricht.


Wie im letzten Sommer schon bekannt gegeben, hat das Staatliche Bauamt die Planung für die B 16 europaweit ausgeschrieben und die Arbeiten zum Vorentwurf an ein Berliner Planungsbüro vergeben.


Das Staatliche Bauamt hat in den vergangenen Monaten die Voruntersuchung der im Flächennutzungsplan der Gemeinde Tapfheim aufgenommenen Trasse vorangetrieben. Die dafür nötigen Untersuchungen und Bohrungen zur Erkundung des Baugrundes sowie verschiedene Vermessungen, Profil- und Geländeaufnahmen wurden durchgeführt. Wasserbaulich wurden die Drainagen abgeklärt sowie die Ableitung des Außengebietswassers geprüft und bewertet. Ein Büro aus Nürnberg wurde beauftragt, die landschaftsplanerischen Untersuchungen durchzuführen. Zum Sachstand Umfahrung Schwenningen kann gesagt werden, dass hier die Voruntersuchungen vom Planungsbüro soweit abgeschlossen sind. Ziel ist eine gemeinsame Verwirklichung.

 

Die derzeitige Vorzugstrasse wurde vom Gemeinderat aus mehreren Vorschlägen des Staatlichen Bauamtes, die uns als mögliche Trassenvarianten an die Hand gegeben wurden, erarbeitet. Die etwas kurvige Trassenführung am ansteigenden Hang wird inzwischen als schwierig angesehen. Zudem sei die Nähe dieser Trasse zu Erlingshofen, verbunden mit immissionstechnischen Problemen und die 7%-ige Steigung von Donauwörth her kommend problematisch.


Die Entscheidung der Gemeinde zu dieser Trasse wurde bereits 2010 getroffen und mit einer langen Liste an Forderungen gegenüber dem Staatlichen Bauamt untermauert, was vom Lärmschutz bis hin zu Wildübergängen ging. Diese wurde auch sehr ausführlich und detailliert mit dem Straßenbauamt Punkt für Punkt abgearbeitet, damit im Vorgriff der Planungen die Forderungen der Gemeinde berücksichtigt werden können.

 
Im Zuge der Voruntersuchungen wurde auch die Begradigung dieser Strecke im Bereich des Waldes zwischen Abtsholzer Hof und Gewerbegebiet geprüft. Jedoch lässt hier die Topographie (Schneiden der Bergkuppe) keine Querung durch den Wald zu.


Das Staatliche Bauamt Augsburg befürchtet, dass diese favorisierte Trasse aufgrund der heute schon erkennbaren Probleme im Planfeststellungsverfahren nicht ohne eine weitere alternative Trassenprüfung durchkommt. Deshalb wird von Seiten des Staatlichen Bauamts eine weitere Trasse im Teilstück Gewerbegebiet-Donauwörth untersucht. Dieses derzeit in der Prüfung stehende Teilstück war bisher noch nicht als mögliche Variante berücksichtigt worden. Im Rahmen einer erweiterten Voruntersuchung muss diese Trasse nun nach dem gleichen Kriterienkatalog geprüft werden wie die bisherige Trasse. Diese Untersuchung ist bereits angelaufen.


Abschließend noch einmal: Es gibt seitens der Gemeinde Tapfheim eine Trasse, die in dieser Form auch im Bundesverkehrswegeplan angemeldet ist. Alle weiteren Untersuchungen sind von staatlicher Seite veranlasst und aus deren Sicht für das Planfeststellungsverfahren notwendig.


Ich sehe für die Gemeinde Tapfheim in der Untersuchung des alternativen Teilstückes der Trasse, die uns im übrigen bislang noch nie offiziell angeboten wurde, eine gute Chance, eine Vielzahl von Bedenken zu erschlagen. Eine zeitliche Verzögerung ist dadurch nicht gegeben. Im Gegenteil: sollten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens solch schwerwiegende Punkte, wie sie uns heute schon bekannt sind, nicht aufs Letzte untersucht und bewertet sein, würden Bedenkenträger auf eine solche Alternativenprüfung bestehen, was m. E. nicht abgelehnt werden könnte. Das könnte unter Umständen zu einem kompletten Neustart der Trassensuche führen und damit gleichzeitig einen Rückschritt um mehrere Jahre bedeuten.


Wie kann die Gemeinde und die Bürger derzeit das Vorhaben unterstützen? Gemeinderat und Verwaltung haben bisher die ihnen abgeforderten Entscheidungen zeitnah getroffen. Im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden aller Ebenen begleiten wir die laufenden Planungen. Maßgeblich sind hierzu Flächenankäufe zum Ausgleich der benötigten landwirtschaftlichen Flächen nötig. Diese werden auch schon heute im Vorgriff vom Staatlichen Bauamt zu ortsüblichen Marktpreisen angekauft. Eine entsprechende Vermittlung an die zuständigen Ämter übernimmt die Gemeindeverwaltung.

 

Die angesprochene Trasse finden Sie als PDF-Download unterhalb dieses Artikels.

Karl Malz
1. Bürgermeister

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