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Tapfheim, 16.03.2016

Kabarett „Die Problemzonen“ begeistert auf bissig-charmante Weise

Problemzonen 2016 - Bild 1

Brauchen Sie einen Wahlkampfmanager? Dann engagieren Sie „Die Problemzonen!“ Mit aktuellen Song-Moves, also Bewegungen zum Lied, gelangt schließlich so mancher Star zu Ruhm. Das Kabarettquartett aus Rain am Lech hatte eigens für den Tapfheimer Bürgermeister Karl Malz einen Werbeslogan mit passenden Bewegungen à la Helene Fischer aufgemotzt. Sehr zum Vergnügen des Beschenkten und der voll besetzten Schulaula.


„Lassen Sie uns statt Ihre Falten sprechen“ ist das Motto des Abends. Doch bevor Monika Mayr, Christa Wiest, Wolfgang Haschner und Bernhard Ull, kurz "Die Problemzonen“, ihre scharfen Zungen walten lassen, singen sie für die Gäste, den Rathauschef und die Büchereidamen, die den Abend organisiert hatten, eine Gemeindehommage. „Dapfe, du bisch wunderschee“ passt hervorragend auf Marius Müller-Westerhagens Melodie „Freiheit“ und ist der perfekte Einstieg in einen rasanten Abend mit Monologen, Dialogen und vielen fetzigen Liedern.


Wer nun bei Problemzonen allenfalls an BOP - Bauch-Oberschenkel-Po - und Rettungsringalarm gedacht hatte, sollte an diesem Abend noch so manch andere unzulängliche Bereiche kennenlernen. Spritzig, bissig, ironisch treffend und oft genug auch selbstkritisch schärfen die wunderbar aufeinander eingespielten Amateurkabarettisten den Blick für gesellschaftliche Unstimmigkeiten. Gekonnt platzieren sie Topthemen wie Lehrer, Kirche mit Ideenwettbewerben „Unsere Kirche soll voller werden“ oder Pubertät, bei dem das Kind mit acht den Papa für den Größten hält und mit fünfzehn maximal noch mit dem Alten über Facebook kommuniziert. Sogenannte Helikoptereltern im Talent-Förder-Wettkampf, die ihre lieben Kleinen zum Premiumnachwuchs heranzüchten, bekommen genauso ihr Fett weg.

 

Dass die Politik im Allgemeinen und die lokale im Besonderen mit dem Lied „Die Politik, die mog i net, weil die hat oft koan Anstand net“ auf die Schippe genommen wird, wundert dann wohl keinen mehr. Mit seinem Charme macht das Quartett jedoch die Hiebe und Sticheleien wieder wett, die es über das rundum gut unterhaltene Publikum gleichermaßen gerecht ergossen hatte. „Solche Problemzonen könnte man mehr gebrauchen“, so eine bestens gelaunte Besucherin: „da spart man sich jede Therapie“.  Die sympathischen Vier verabschieden sich nach zweieinhalbstündiger Bühnenpräsens mit den versöhnlichen Worten: „Ein Lächeln ist frei von Inflation - es bleibt wertvoll!“

 

Für den letzten Lacher auf der Bühne sorgt Bürgermeister Malz. Gekonnt präsentiert er seine frisch erworbenen Song-Moves beim Abspann.

 

Problemzonen 2016 - Bild 2

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