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Gemeinde Tapfheim  |  E-Mail: gemeinde@tapfheim.de  |  Online: http://www.tapfheim.de

Tapfheim, 22.12.2015

Weihnachtsgruß des 1. Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


ich möchte mich dieses Jahr mit nur wenigen Worten für das Vertrauen in die Mitarbeiter der Gemeinde, den Gemeinderat und mich bedanken. Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie viel Glück und Gesundheit im kommenden Jahr 2016.

Karl Malz

1. Bürgermeister

 


Anstatt besinnlicher Weihnachtsworte, nachstehend eine Weihnachtskarte an einen lieben Bekannten:


Lieber ...,


immer wieder richten sich meine und unsere Gedanken an Dich mit der Frage, wie es Dir geht. Dabei besticht die Hoffnung, dass es jeden Tag einen kleinen Schritt aufwärts geht, was ich Dir wünsche. Bestimmt sind da aber auch Tage des Stillstandes, kein Vor und Zurück erkennbar. Weihnachtswünsche braucht es da nicht; und wenn dann nur einen. Ehrlich gesagt, ich spüre derzeit von Liebe und Hoffnung, von Toleranz und Miteinander dienstlich nicht viel, bzw. könnte es gerne etwas mehr sein. Wobei es genügend Dinge gäbe, worüber man sich freuen darf.


Angesichts dessen, wie es mir bzw. unserer Gemeinde geht, können wir zufrieden in dieses neue Jahr gehen. Neid, Egoismus und Eigennutz sollten eigentlich draußen bleiben. Aber? Vielleicht werde ich auch etwas dünnheutig. Und das alles, lieber …, wiegt angesichts dessen, was uns die Natur abfordern kann, nichts. Nein. Ich bin nicht zum Pessimist geworden. Im Gegenteil. Die Zukunft gehört uns und unseren Kindern. Unsere Aufgabe ist diese zu gestalten, so dass die nächste Generation eine Perspektive in der Gemeinde hat und das werde ich auch weiterhin mit meinem handwerklichen Gemüt tun.

 

Dazu braucht es Kraft und Mut. Aber auch Zutrauen an uns, die Verantwortlichen. „Jedem Menschen recht getan ist eine Kunst die niemand kann“, heißt es immer. Dies sagt aber nicht aus, dass deswegen Zielsetzungen und politischer Wille dem Wort des Bürgers vorweggenommen werden. Wir pflegen, Gott sei Dank, die Kultur uns alles anzuhören, was eine Entscheidung beeinflussen kann. Immer beide Seiten. Zwar - nicht immer für Außenstehende erkennbar - werden daraus intensivste Diskussionen geführt, bevor gemäß der abgewogenen Argumente entschieden wird.

 

Ludwig Erhart hat einmal gesagt: „Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.“ Mit dieser Mentalität kommen wir nicht weit. In einer Zeit, wo man von Entschleunigung spricht, weil man erkannt hat, dass uns allen dieser Dauerstress schadet, sollte auch die Ausflucht „man versucht es 'möglichst' jedem Recht zu machen“, nicht gebrauchen. Sie ist nicht ehrlich, denn es ist einfach nicht möglich. Gezwungen zu einer Entscheidung, wird es immer Triumphatoren und Benachteiligte geben, wobei niemand ein existenzieller Nachteil aufgebürdet werden wird. Aber du weißt selbst, wie schwierig es ist, die Menschen von einem festen Standpunkt aus zu bewegen, sich eine Sache auch mal von der anderen Seite her zu betrachten.

2016 lässt schon heute auf zahlreiche Aufgaben und Projekte blicken, auf die ich mich freue, welche teils aber auch eine nicht einfache Herausforderung für uns bedeuten.


Lieber…., angesichts Deiner Krankheit, die du durchlebst ist das alles unwichtig, nebensächlich und belanglos. Teilen wir uns die Aufgaben, ich streng mich wieder an, die Gemeinde zu führen und du gibst alles, dass du bald wieder gesund wirst.


Frohe Weihnachten mit drei ganz großen Paketen unter den Weichnachtsbaum: Kraft, Hoffnung und Zuversicht.


Mit Gottes Segen wünsche ich dir viel Gesundheit im neuen Jahr!

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