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Gemeinde Tapfheim  |  E-Mail: gemeinde@tapfheim.de  |  Online: http://www.tapfheim.de

Tapfheim, 16.09.2015

1. Informationsveranstaltung zum Thema Asyl am 14.09.2015

Am vergangenen Montag hatte die Gemeinde Tapfheim zu einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema Asyl eingeladen. Der Andrang war noch größer als erwartet, ungefähr 300 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen.
1. Infoveranstaltung Asyl - Bild 1

Bürgermeister Malz ging in seinen einführenden Worten auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein und forderte, dass sowohl die europäische Politik als auch die Bundesregierung auf den anhaltenden Flüchtlingsstrom reagieren müssen und Veränderungen herbeizuführen seien. Anschließend informierten Vertreter des Landratsamtes Donau-Ries und der Regierung von Schwaben über die Asylsituation im Landkreis Donau-Ries. Sie machten Angaben zu aktuellen Zahlen, Unterkünften, einen kurzen Schwenk zu den Themen Baurecht, Asylverfahren, Beschäftigungsaufnahme sowie Leistungen für Asylbewerber.

Herr Härpfer vom Asylhelferkreis Donauwörth berichtete über seine Erfahrungen in seiner täglichen Arbeit mit Asylbewerbern und über die sehr positiv abgelaufene Unterbringung von 240 Flüchtlingen letzte Woche in der Neudegger Sporthalle in Donauwörth.

Hauptthema bei der anschließenden Fragerunde war die Turnhalle in Tapfheim. Das Landratsamt Donau-Ries berichtete, dass die vorhandenen Unterkünfte nicht mehr ausreichen. Daher müssen wir davon ausgehen, dass die Halle bei weiter steigenden Neuankömmlingen in den nächsten Wochen ebenfalls für eine Übergangszeit von zwei bis vier Wochen zu einer Notunterkunft für Flüchtlinge umfunktioniert werde. Die Probleme, die sich daraus für den Schulbetrieb, den entfallenden Sportunterricht und für die Vereine ergeben, wurden ausführlich diskutiert.

Angesprochen wurde auch die Kaserne in Donauwörth, in der früher bis zu 1.500 Soldaten ihren Dienst leisteten. Herr Frank vom Landratsamt berichtete, dass bei der Stilllegung der Kaserne die meisten Heizungs-, Wasser- und Stromleitungen abgetrennt wurden und diese derzeit wieder ertüchtigt werden. Es ist dort eine reguläre Erstaufnahmeeinrichtung für 600 Personen geplant.

Auf die Frage nach der Sicherheit von Frauen erläuterte Herr Frank und Herr Steinle , dass laut Angaben der Polizei im Umfeld von Unterkünften keine Zunahme von Straftaten zu erkennen sei. Aufgrund der Enge des Zusammenlebens komme es aber durchaus öfters zum Streit zwischen den Bewohnern. Die Polizei patrouilliere regelmäßig an Flüchtlingsunterkünften vorbei. Die Erstaufnahmeeinrichtungen in den Sporthallen werden von Sicherheitsfirmen überwacht, die rund um die Uhr für die Sicherheit in und um die Gebäude sorgen, aber auch als Ansprechpartner für die Asylsuchenden dienen und einen geregelten Ablauf in der Halle verantwortlich sind.
 
Bürgermeister Malz resümierte über die kontrovers geäußerten positiven als auch skeptischen Aspekte dieser Thematik und schloss mit den Worten: "Gehen Sie mit mir einen Schritt nach vorne, zeigen Sie Mut und schauen Sie, wo Sie helfen können."

Zum Download finden Sie unten ein paar weitere Informationen rund um das Thema.

 

1. Infoveranstaltung Asyl - Bild 1

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